Dozent-Anfrage

für ihre Veranstaltung

Sind Sie auf der Suche nach einer qualifizierten Dozent*in / Lehrer*in für Gebärdensprache für Ihren Kurs, Ihre (Früh-)Förderung, Ihre Schule oder Ihre Firma? Dann sind Sie bei uns richtig.

Hier haben Sie die Möglichkeit, ein Gesuch aufzugeben. Je genauer und detaillierter Sie Ihr Gesuch beschreiben, desto besser können wir Ihnen helfen. Bitte nutzen Sie das untenstehende Formular, um uns möglichst viele Informationen zur Verfügung zu stellen. Ihre Anfrage wird dann an alle Mitglieder weitergeleitet.

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Weitere Informationen sind in unserer Datenschutzerklärung enthalten.

FAQ zu Dozenten und Kursen

Welche Ausbildung haben Dozenten?

Dozent*innen für Deutsche Gebärdensprache werden unter anderem von folgenden Instituten ausgebildet:

  • Fa. GebärdenVerstehen, Abschluss: Zertifikat „Dozent*in für Deutsche Gebärdensprache“
  • GIB-BLWG Nürnberg, Abschluss: „Staatlich anerkannte/r Gebärdensprachdozent/in“
  • Hessische Lehrkräfteakademie, Abschluss: „Staatlich geprüfte/r Lehrer/in für Deutsche Gebärdensprache“
  • Universität zu Köln, Abschluss: Hochschulzertifikat „Geprüfte/r Dozent*in für Deutsche Gebärdensprache“

Bitte beachten Sie, dass die obige Aufzählung nicht vollständig ist. Es gibt Dozent*innen, die damals Lehramt, Deaf Studies oder Gebärdensprachdolmetschen an einer Universität studiert haben und dann als Dozent*in für Deutsche Gebärdensprache arbeiten.

Darüber hinaus gibt es auch Dozent*innen, die keine Ausbildung haben. Diese Dozent*innen haben zum Beispiel im Rahmen ihrer Nebentätigkeit (ganz klassisch an Volkshochschulen) jahrelange Berufserfahrung gesammelt und sind selbst gehörlos/taub und die Deutsche Gebärdensprache ist ihre Muttersprache. Es liegt in Ihrem Ermessen, Jobangebote an solche Dozent*innen anzubieten.

Wie kann ich prüfen, ob ein Dozent qualifiziert bzw. ausgebildet ist?

Zur Qualitätssicherung und zur Festlegung einer angemessenen Vergütung können Sie von den Dozenten einen Nachweis über ihre Qualifikation verlangen. Viele Dozenten verfügen über eine fundierte Ausbildung und können entsprechende Zeugnisse, Abschlüsse oder Zertifikate vorweisen.

Bitte beachten Sie, dass es auch Dozent*innen gibt, die über keine Zeugnisse, Abschlüsse oder Zertifikate verfügen. Diese Dozent*innen haben zum Beispiel im Rahmen ihrer Nebentätigkeit (ganz klassisch an Volkshochschulen) jahrelange Berufserfahrung gesammelt und sind selbst gehörlos/taub und die Deutsche Gebärdensprache ist ihre Muttersprache. Es liegt in Ihrem Ermessen, Jobangebote an solche Dozent*innen anzubieten.

Warum melden sich trotz Dozentenanfrage / Stellenangebot keine Dozenten?

Die Erfahrung zeigt, dass es mehrere Monate dauern kann, bis eine Anfrage als Auftrag angenommen werden kann, da die meisten Dozenten in dieser Zeit ausgebucht oder anderweitig beschäftigt sind.

Sollten Sie immer noch keine Dozenten gefunden haben, könnten mögliche Ursachen sein:

  • ungünstige bzw. zu geringe Vergütung für Dozentenleistungen
  • fehlende Aufwandsentschädigung für Fahrtzeit und Fahrtwege
  • zu große Entfernung zum Einsatzort
  • mangelnde Verfügbarkeit von Dozenten in Ihrer Region
  • Überbuchung der Dozenten
  • ungenaue oder fehlende Angaben in Ihrer Anfrage
  • und andere ähnliche Gründe

Bei großen Entfernungen zum Einsatzort ohne Erstattung der Fahrtkosten und der gefahrenen Kilometer ist dies für die Dozenten von Nachteil, da sie in der Zeit, in der sie unterwegs sind, keine anderen Aufträge wahrnehmen können.

Bitte prüfen Sie, ob Sie für Ihre Anfrage bessere Konditionen anbieten können.

Wie hoch sollte die Vergütung angemessen sein?

Die Dozenten haben selbst Investitionen in ihre Ausbildung als Dozenten getätigt. Die Ausbildung ist kostenintensiv. Zudem sind sie überwiegend freiberuflich tätig. Das bedeutet, dass sie einen erheblichen Teil ihres Einkommens für Steuern, Versicherungen, private Kranken- und Pflegeversicherung aufwenden müssen. Insbesondere bei Freiberuflern sind die Ausgaben deutlich höher als bei Festangestellten, da bei Letzteren die Hälfte der Kosten vom Arbeitgeber getragen wird.

Als Orientierungshilfe für die Ermittlung einer angemessenen Vergütung von Dozentenleistungen, sofern der Dozent über eine entsprechende Ausbildung bzw. Qualifikation verfügt, können folgende Honorarsätze im Bereich der Gebärdensprachförderung nach SGB VIII „Hilfe zur Erziehung“ für Eltern mit einem hörbehinderten Kind bzw. SGB IX „Förderung zur Verständigung“ für ein hörbehindertes Kind herangezogen werden:

  • Dozenteinsatz: 85,00 €/Stunde
  • Fahrtzeit: 85,00 €/Stunde
  • Gefahrene Kilometer: 0,42 €/km
  • Ausfallkosten: 170 € pauschal bei Absage innerhalb von 72 Stunden vor dem Termin

Und bei Festanstellung werden Dozent*innen für Deutsche Gebärdensprache, die an Hochschulen oder Universitäten als „Lehrkräfte für besondere Aufgaben“ beschäftigt sind, entsprechend ihrer Qualifikation mit der Eingruppierung in die Entgeltgruppe 12/13 TV-L vergütet.

Gilt "Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GER)" auch für die Deutsche Gebärdensprache (DGS)?

Ja, die Dozenten arbeiten mit dem „Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GER)“ als Grundlage für ihre Kursleitung. Der GER ist somit für die Lehre der Deutschen Gebärdensprache (DGS) gültig und relevant.

Weitere Informationen sind in den folgenden Fachdokumenten enthalten:

  •  Arbeitsgruppe GeR-DGS, „ GeR-DGS – Gemeinsamer europäischer Referenzrahmen für Deutsche Gebärdensprache“, IDGS Uni Hamburg
  • GERS, Gemeinsamer europäischer Referenzrahmen für Sprachen: lehren, lernen, beurteilen – Begleitband, Verlag Ernst Klett Sprachen, Stuttgart, 2020
  • Lorraine Leeson, Beppie van den Bogaerde, Christian Rathmann, Tobias Haug, PROSign im European Centre of Modern Languages des Europarates (ECML), „Gebärdensprachen und der Gemeinsame Europäische Referenzrahmen für Sprache – Gemeinsame Referenzniveau“, Graz, Version 2016
Wieviele Unterrichtseinheiten braucht man, um bestimmten Sprachlevel nach GER zu erreichen?

Das Sprachlevel in der Deutschen Gebärdensprache (DGS) wird gemäß dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GER) bewertet. Die Niveaustufen in der Deutschen Gebärdensprache (DGS) können abhängig von Ihren Vorkenntnissen und Lernvoraussetzungen wie folgt erreicht werden:

  • A1: etwa 80 – 250 Unterrichtseinheiten (à 45 Minuten)
  • A2: etwa 250 – 400 Unterrichtseinheiten (à 45 Minuten)
  • B1: etwa 400 – 750 Unterrichtseinheiten (à 45 Minuten)
  • B2: etwa 750 – 1000 Unterrichtseinheiten (à 45 Minuten)
  • C1/C2: Personen, die die Deutsche Gebärdensprache (DGS) als Erstsprache bzw. Muttersprache erworben haben

Quelle: Abteilung Deaf Studies und Gebärdensprachdolmetschen der Humboldt-Universität zu Berlin

Wo gibt es eine Assessment, das meine Sprachkompetentz in der Deutsche Gebärdensprache (DGS) festgestellt werden kann?

Der „Gemeinsame Europäische Referenzrahmen für Sprachen (GER)“ bildet die Grundlage für die Bewertung der Sprachkompetenz in der Deutschen Gebärdensprache (DGS). Dozenten sind speziell ausgebildet, um die Sprachkompetenz der Lernenden zu beurteilen.

Bei Interesse an einer Zertifizierung der Deutschen Gebärdensprache (DGS) können sich die Lernenden an die bundesweit zuständige Stelle wenden, um eine Prüfung abzulegen:

Sprachzertifizierung in Deutscher Gebärdensprache
Abteilung Deaf Studies und Gebärdensprachdolmetschen
Humboldt-Universität zu Berlin
Homepage: www.reha.hu-berlin.de/de/lehrgebiete/gsd

Die o.g. Abteilung führt eine Sprachzertifizierung in Deutscher Gebärdensprache (DGS) durch. Das DGS-Sprachzertifikat gibt Auskunft über das aktuelle Sprachniveau (z. B. A1/A2 oder B1/B2). Es kann bei Bewerbungen als Lehrkraft, Dolmetscher:in, Berater:in für taube und hörbehinderte Menschen oder beim Berufseinstieg im gehörlosenspezifischen Bereich genutzt werden. Das Zertifikat dient außerdem der Selbstreflexion und Verbesserung der eigenen Gebärdensprachkompetenz, um das aktuelle Niveau einzuschätzen und gezielte Weiterbildungen zur Kompetenzerweiterung zu ermöglichen.

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